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Newsletter

Kloster Lüthkeshof



Donnerstag, 23. April 2009

Newsletter Nr. 8 fast im Mai

Von frankfuhg, 19:41


Wir hatten ein schönes Osterfest.
Beginnend mit der Osternachtsfeier, dem Osterfeuer im Park, dem Entzünden der Osterkerze und dem weiteren Gottesdienst in unserer Kapelle. Ein paar Fotos sind im Internet zu sehen.
Einige Übernachtungsgäste haben uns besucht und tatkräftig an der Entwicklung hier auf dem Hof mitgewirkt.
Besonders freut mich, wenn Menschen kommen, die am Stundengebet und der Meditation teilnehmen. Auch dem evangelischen Pfarrer möchte ich ausdrücklich danken für sein offenbar echtes Interesse hier an der Kommunität. Wir hatten außerdem Helfer im Garten. Heino, der seit kurzem mitlebt, möchte sich um die Landwirtschaft hier kümmern. Schweine sind schon bestellt, Enten kommen auch wieder dazu.
Vieleicht auch ein paar Kälbchen... Anfang Mai will Matthias hier mit einsteigen, ein Freund aus meiner Zeit im Kloster Meister Eckhart. Ich freue mich besonders über die "Verstärkung" bei Gebet, Za Zen (Meditation) und Gottesdienst.
Die Alt-Katholische Kirche hat sich von dem Projekt Franziskushof verabschiedet. Wir haben dies aus dem aktuellen Gemeindebrief  der Berliner Gemeinde entnommen: Bei Interesse nachzulesen im Internet unter: alt-katholisch.de/gemeinden/gemeinden/gemeinde_berlin
Dort findet man den Gemeindebrief April 09.

Noch ein paar Geschehnisse: Don hat sich ein Fahrrad gekauft, ein lang gehegter Wunsch; Eberhard hat sich mit unserem Stand auf dem Zehdenicker Wochenmarkt etabliert, und sein Kräutergarten entwickelt sich prächtig; Hartmut leitet mittlerweile soverän die Restaurantküche; Heino ist sehr enthusiastisch mit seinem Stall beschäftigt und stellt ihn sich schon mit Kälbchen vor; Klaus gießt akribisch jede einzelne Pflanze; Wittek sucht eine gut bürgerliche deutsche Frau; Martin ist leider krank und muss Mitte Mai ins Krankenhaus; Thomas ist auch im Krankenhaus; Jens ist auf der Suche nach einem Job; Uwe scheint gut zurecht zu kommen mit seiner Umschulung, und ich freue mich über die guten Ansätze hier für das Kloster und sozialem Projekt: Dass wir es geschafft haben, die langjährigen Alkoholexesse zu beenden und konsequent an diesem eingeschlagenen Weg festhalten; die gute Zusammenarbeit hier mit den Männern; (Frauen leben ja noch nicht hier) viele interessierte Menschen, was sich auch hier und da praktisch auswirkt; das Vertrauen, das uns einige Geschäftspartner wieder entgegenbringen, trotz teilweise schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit; die Aussicht, den Hof mittelfristig zu erwerben, im Einvernehmen mit Insolvenz und Zwangsverwalter; die Gäste die langsam wieder zahlreicher auf dem Hof erscheinen, besonders über Menschen, die in der Lage sind, die positive Entwicklung hier vor Ort wahrzunehmen... Persöhnlich liegt mir sehr am Herzen unsere Gebetszeiten, die wir täglich zusammen in unserer umgestalteten Kapelle singen, und die Za Zen-Zeiten in unserer oberen Kirche. Dieser Raum ist nun auch soweit umgestaltet, dass man dort ohne Probleme ein  großes Zen Sesshin abhalten kann. Es ist Platz für eine bewegte Meditationsform, z.B. Thai Chi oder Chi Gong, und bei Bedarf ist es auch möglich, einen größeren Gottesdienst zu feiern...
Ich möchte in nächster Zeit den Kontakt zur römisch-katholischen Gemeinde, der in Ansätzen schon besteht, sowie zur evangelischen Gemeinde hier in Zehdenick aufnehmen. Zunächst aber freuen wir uns auf den Klostermarkt in Chorin am 9. und 10. Mai. Vieleicht sehen wir da das ein oder andere bekannte Gesicht.
So genug gequatscht - Bis bald bei uns auf´m Hof.

Es grüßen Euch die Klosterhof-Gemeinschaft und der Frank,
mit einem Text von Rumi.

Stille

Im Inneren dieser neuen Liebe,
stirb.
Dein Weg beginnt auf der anderen Seite.
Werde der Himmel.
Richte die Axt wider die Gefängniswand.
Entkomme.
Tritt ins Freie, wie jemand,
der plötzlich in Farbe geboren wird.
Tue es jetzt.
Du bist von dichten Wolken eingehüllt.
Stehle Dich seitlich hinaus.
Stirb und sei still.
Stille ist das sicherste Zeichen,
dass du gestorben bist.
Dein altes Leben war eine fieberhafte Flucht
vor der Stille.
Der sprachlose Vollmond
kommt eben jetzt hervor.

Donnerstag, 09. April 2009

Ostergrüße

Von frankfuhg, 08:08
Ostergrüße vom Hof    /  Newsletter Nr.7

Herzlichen Dank an alle Freunde und Freundinnen des Hofes.

Wir freuen uns hier auf viele Gäste über die Ostertage und auch einige Besucher, die an unserer Art zu leben, und der weiteren Entwicklung hier, interessiert sind.

Heute am "Gründonnerstag" geht es ganz konkret aufs Osterfest zu.
Das heißt nicht nur stressige Einkäufe und geschäftiges Treiben...

Wir sind hier priviligiert, zumindest was das Läuten der Glocke betrifft, die uns regelmäßig, ob gelegen oder ungelegen, aus allerlei "Wichtigem" herausreißt und uns einer anderen Seite der Realität zuwendet, die immer und überall vorhanden ist: Die Stllle, die allem Lärm und Getue unterlegt ist und aus der alles Bewegte sich entfaltet.
Auch unser Ärger, der Frust, die Freude und die Lust ist verwurzelt in dieser stillen Realität.
Wir Christen nennen das "Gott" andere "Leerheit", wieder andere "Tao"...
Die liturgischen Texte des Stundengebets jeden Morgen, jeden Mittag und jeden Abend, stehen jeweils im Bezug zum Kirchenjahr.
So erlebt man die verschiedenen Zeiten: Fastenzeit, Osterzeit...schon mal ganz anders mit.
Zumindest besteht die Möglichkeit dazu.
Auch die stille Meditation (Zazen) am Morgen und am Abend ist ein "Luxus" der für mich persöhnlich nur in einer Gemeinschaft möglich ist.
Alleine würde ich die Disziplien kaum aufbringen.

Mit unserem Marktstand auf dem Zehdenicker Wochenmarkt haben wir gute Erfahrungen gesammelt und wollen dies auch beibehalten.
Wir freuen uns auf den Choriner Klostermarkt am 9. und 10. Mai, an dem wir uns mit einem Info und Verkaufsstand beteiligen.
So, jetzt läutet die Glocke zum Mittagsgebet, dann gibts Mittagessen...und dann schreibe ich weiter.

Noch mal herzliche Einladung auch an Kurzentschlossene zu den verschiedenen Tagen an Ostern zu uns zu kommen...

Ein frohes Fest und auch sonst: All the best to you!

Eure Hofgemeinschaft
Euer Frank

Ein Text aus dem Evangelium nach Lukas:

Dann verließ Jesus die Stadt und ging, wie er es gewohnt war, zum Ölberg; seine Jünger folgten ihm. Als er dort war, sagte er zu ihnen: Betet darum, dass ihr nicht in Versuchung geratet! Dann entfernte er sich von ihnen ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: Vater, wenn du willst, nimm diesen Kelch von mir! Aber nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen.
Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und gab ihm (neue) Kraft. Und er betete in seiner Angst noch inständiger und sein Schweiß war wie Blut, das auf die Erde tropfte.
Nach dem Gebet stand er auf, ging zu den Jüngern zurück und fand sie schlafend; denn sie waren vor Kummer erschöpft.
Da sagte er zu ihnen: Wie könnt ihr schlafen? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung geratet.

Ein Text den wir in der Osternacht lesen:

Als der Sabbat vorüber war, kaufte Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlrichende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben.
Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.
Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.
Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.